Wie lange darf ich arbeiten?

Generell gilt, nicht mehr als 20 Stunden in der Woche oder 26 Wochen im Jahr, sonst verliert man den Studentenstatus, wird zum Arbeitnehmer und somit auch versicherungspflichtig. Die Arbeit an Wochenenden und in den Semesterferien ist nicht zeitlich begrenzt, jedoch darf die gesamte Arbeitszeit innerhalb eines Jahres die 26 Wochen je 20 Stunden nicht überschreiten.

Wie viel darf ich verdienen?

Grundsätzlich darf man innerhalb eines Jahres 8.820 Euro verdienen, ohne Steuern zahlen zu müssen. Bezahlt man sie trotzdem, bekommt man diese in voller Höhe im Rahmen einer Einkommenssteuerveranlagung durch das Finanzamt wieder. Wichtig zu wissen ist außerdem: Wenn man als Student einer nicht-selbstständigen Tätigkeit nachgeht, benötigt man eine Lohnsteuerkarte. Und die beantragt man einfach bei seiner Wohnsitzgemeinde.

Wie bin ich versichert?

Die Familienversicherung bleibt bestehen, solange man als Student nicht mehr als regelmäßig 425 Euro im Monat verdient oder einem 450-Euro-Job nachgeht. Kommt man über diesen Betrag hinaus, ist man verpflichtet, sich selbst zu versichern. Das gilt auch für Studenten die 25 Jahre und älter sind, denn mit diesem Alter endet die Familienversicherung. Viele gesetzliche Krankenkassen bieten günstige Tarife für Studenten an, deren Höhe vom Bundesministerium für Gesundheit einheitlich festgelegt wird. Seit 1. Januar 2013 unterliegen auch Minijobs der Versicherungspflicht in der Rentenversicherung. Damit erwirbt man vollwertige Beitragszeiten für die Rente, einen Anspruch auf medizinische oder berufliche Rehabilitation und ist unmittelbar förderberechtigt bei der Riester-Rente. Als Minijobber trägt man nur zu einem kleinen Teil die Beiträge zur Rentenversicherung. Der Arbeitgeber muss 15 Prozent des Bruttoverdienstes als Beitrag zahlen, man selbst zahlt Beiträge in Höhe der Differenz zum normalen Beitragssatz. Der Beitragssatz liegt zurzeit bei 18,7 Prozent; Man zahlt also 3,7 Prozent.

 

Als Student ist man über den Arbeitgeber unfall- und haftpflichtversichert. Das gilt für alle Unfälle oder Schadensverursachungen die auf dem Arbeitsweg oder während der Arbeit passieren.

Hat mein Job Auswirkungen auf Bafög oder Kindergeld?

Bafög-Empfänger müssen auf ihr Einkommen achten, denn sie dürfen im Bewilligungszeitraum (12 Monate ab Antragsstellung) nicht mehr als 5.400 Euro verdienen. Umgerechnet sind das 450 Euro im Monat. Bei den Beträgen handelt es sich um Bruttoeinnahmen. Der Freibetrag liegt unabhängig von der Art der Ausbildungsstätte bei 290 Euro. Das man trotzdem mehr verdienen darf liegt daran, dass die Werbungskosten sowie die Sozialpauschale auf das Einkommen angerechnet werden. Bafög-Empfänger mit Kind(ern) oder Ehepartner erhalten zusätzliche Freibeträge.

 

Mehr Informationen findet ihr hier: bafoeg-rechner.de

 

 

Beim Kindergeld ist es ähnlich: 8.004 Euro sind der erlaubte Verdienst. Wird dieser Betrag auch nur um einen Euro überschritten, wird die Zahlung des Kindergeldes eingestellt. Zuzüglich der Werbungskostenpauschale, die man vom Verdienst abziehen kann, sind es 9.004 Euro. Das Kindergeld wird nur noch, bei ab Jahrgang 1983 Geborenen, bis zum 25.Geburtstag gezahlt.

Was ist, wenn ich ein Praktikum mache?

Ist das Praktikum ein Teil des Studiums fallen keine Beiträge für die Sozialversicherung an, egal wie viel man als Student verdient oder wie lange man arbeitet. Ist das Praktikum jedoch freiwillig, gelten alle Regeln, die auch für Nebenjobs und Ferienjobs gelten.

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